SIMON
Ein Mann, eine Band, eine Geschichte 

Die Geschichte 

Im Feuer der Leidenschaft gewärmt, durch die Schläge der Menschen geschmiedet und im Wasser des Lebens gehärtet... - So würde Simon Loosli, sich, sein Leben und die Bandgeschichte beschreiben.

Als kleiner Junge schon, träumte Simon davon, einmal mit Gitarre bewaffnet auf der Bühne zu stehen und mit emotionaler, aber auch fetziger Musik das Publikum zu begeistern. Musiker wie "The Kelly Family, AC/DC" aber auch Schweizer Künstler wie "Peter, Sue & Marc, Polo Hofer" usw. hatten ihren nötigen Einfluss auf den heutigen Musiker Simon.

2005, Simon befand sich im Alter von 21. Jahren in der Berufslehre zum Schmied, als der Musiker in ihm erwachte und zu leben begann. Die Trennung der ersten grossen Liebe, schwierige Verhältnisse im Elternhaus, die Suche nach dem Sinn des Lebens, etc, taten ihr nötiges dazu, um den Musiker aus seinem Schlaf zu wecken. 

Eines Abends, im November 2005, Simon sass alleine und gelangweilt in seiner kleinen 1,5 Zimmerwohnung und grübelte wie so oft darüber nach, was war, was ist und was noch alles kommen würde. Er schaute immer wieder auf seine Gitarre, welche er damals als 10jähriger von seinem Onkel bekam. An genau diesem Punkt erwachte der Musiker. 

In Rekordverdächtiger Zeit von nur 3 Wochen, begann sich Simon das Gitarrenspiel bei zu bringen und zugleich schrieb er mit dem erlernten seine ersten 2 Lieder "Die beschte Fründe / Viu z töif". Mitte Dezember 2005 dann, fand man das Ausnahmetalent in einem Studio, wo er die ersten beiden Lieder Aufnahm und im Februar 2006, unter dem Namen LIECHT-BLICK verkaufte. Die Reaktionen von Freunden und Bekannten, waren so gewaltig, dass Simon handeln musste. Als dann kurze Zeit später, auch noch eine Zeitung anrief und Simon und die Band LIECHT-BLICK zum Interview einlud, setzte dieser gleich noch einen obendrauf. Wohl verstanden, zu diesem Zeitpunkt, gab es keine Band und ausser 2 Songs, existierte LIECHT-BLICK nur in den Gedanken eines Träumers namens Simon. 

Diese Gelegenheit darf er sich nicht entgehen lassen, dachte er und so trommelte er kurzerhand ein Paar unmusikalische Freunde, die gerade Zeit hatten und bereit waren, sich als Band auszugeben zusammen. So gingen sie zum Interview inkl. Foto. Der Auftritt kam an, doch die Journalistin hatte wohl das Heu nicht mit den Jungs auf der Bühne und so zerriss sie die Band förmlich in ihrem Bericht. 

Ohne Band und mit nur 2 Songs im Gepäck steckte sich Simon das Ziel, ein Konzert zu organisieren. Als Datum wurde der 9. September 2006 gewählt. Simon spielte mit dem Gedanken, dass es schon irgendwie klappen würde. Er rechnete nicht damit, dass der dafür ausgewählte Konzertsaal ausverkauft ist, bevor dieser überhaupt gebucht war. Dies funktionierte so, Simon druckte selbst kreierte Tickets und verkaufte diese für 15Fr/Stk. Er dachte sich, wenn 10-20 Personen kommen würden, würde die Gaststube reichen. Weit gefehlt, 1 Monat später waren 480Tickets verkauft und der Saal war somit ausverkauft. 

Auf der Suche nach geeigneten Musikern fand Simon 4 Jungs, welche alle auf tiefstem Amateurniveau Musik machen konnten und so traf man sich in einer alten Waschküche, um eine sogenannte Bandprobe zu starten. Aus 2 Liedern wurden 3. Gesungen wurde über einen alten Gitarrenverstärker und ausser einer Gitarre hatte Simon nichts an Equipment. 

So ging Simon an einem Samstag in ein grosses Musikgeschäft und deckte sich mit allem möglichen Material ein. Vom Bodeneffektgerät, über Gitarren, bis hin zu Kabeln. Geld hatte der Lehrling nicht, also wurde kurzerhand ein Finanzierungsvertrag mit einer Bank abgeschlossen. 

Exakt 2 Wochen vor dem angesagten Konzert, es war ein warmer Spätsommerabend, sass Simon auf der Bank vor dem Haus und bemerkte, dass er ausser 3 Songs, überhaupt kein Repertoire hatte. In dieser Nacht schrieb er 9 weitere Lieder. Die Band studierte diese Lieder innert 12 Tagen ein und spielte diese am 9. September 2006, einem begeisterten Publikum vor. Die PA Anlage inkl. Techniker wurden spontan gemietet und nach Abzug der Einnahmen, musste Simon anschliessend noch 1800Fr. drauflegen. 

Das positive Feedback verbreitete sich wie ein Lauffeuer und so flatterten unzählige Konzertanfragen ins Haus. So wurde für den 17. Oktober 2006 ein weiteres Konzert im Kanton Solothurn angesagt. Doch so einfach sollte auch dies nicht werden. Die bestehende Band wollte eigentlich lieber Metal machen und nicht Mundartrock und so trennten sich die 4 Jungs 14 Tage vor dem besagten Konzert und lösten sich schlussendlich auf. So machte sich Simon erneut auf die Suche nach Musikern. Mit Hilfe des Internets, fand er am 8. Oktober 2006, einen Bassisten und ein Schlagzeuger. Gemeinsam Studierten sie in Windeseile das bestehende Set, plus 2 Neukompositionen ein und überzeugten an diesem Konzert das Publikum erneut. Es folgten unzählige Konzerte, Medienauftritte, aber auch Musikerwechsel. 

2007 beendete Simon nebenbei erfolgreich seine Berufslehre als Schmied und fortan nannten ihn die Leute "Der Rockende Schmied". (Nach Abschluss der Kochlehre dann, "der rockende kochende Schmied"). 

2008 Wurde das 1. Album Namens "Fadegrad" mehr schlecht als recht realisiert und unter dem eigenen Label "Bärner Rock" in die Schweizer Musikläden gebracht. Die enorm hohen und völlig unerwarteten Verkaufszahlen des Albums, weckten das Interesse diverser Plattenfirmen, doch Simon wollte Eigenbrödler und selbst bestimmend bleiben. Diesem Moto blieb er erfolgreich treu.

Erst im Jahre 2014 veröffentlichte Simon und die Band LIECHT-BLICK ihr 2. Album "Rad vo der Zit", welches von A-Z, von Simon selbst und unter schwierigsten Bedingungen aufgenommen und produziert wurde. Dieses Mundartalbum wurde nebst der kleinen Schweiz, auch in den USA, Deutschland, Östereich, Kanada, Südafrika, Polen, Tschechien und Teile Russlands verkauft, was Simon und die Band zu Mundartpionieren machte. 

Im Sommer 2014 hatte Simon genug von der Musik, dem Medienrummel, den Fans und dem Rummel um seine Person. So entschloss er sich, die Band LIECHT-BLICK auf Eis zu legen und eine Pause, oder gar ein Ende einzulegen, zu setzen. 

In Dieser Pause entstanden neue Songs und auch im privaten Leben von Simon tat sich so einiges. So kam es, dass im Oktober 2016 der langjährige LIECHT-BLICK Schlagzeuger und Freund "Roland Mosimann" vor Simon stand und ihm die Hölle heiss machte, mit dem Ziel, LIECHT-BLICK wieder zum Leben zu erwecken. Gestärkt wurde dieser von der Managerin "Patrizia Thüler", welche Simon schlussendlich den nötigen "Arschtritt" für eine Fortsetzung verpasste. Nach langem hin und her, beschlossen die 3, dass LIECHT-BLICK ihr Comeback geben werden. 

2017 Die Band formiert sich und spielte ein paar Konzerte, setzt aber ihren Schwerpunkt in Sachen Produktionen. So veröffentlichte die Band im November 2017 ihre Doppelhitsingle "Änet dr Brügg" inkl. der offiziellen Polo Hofer Abschiedshymne "Tschou zäme, äs isch schön gsy". 

2018, dann die Wende. Oft wurde intern darüber spekuliert, dass es an der Zeit wäre, den Songs, der Band und den Fans, eine Identität zu geben und den Bandnamen von LIECHT-BLICK in SIMON zu ändern. Ein zu Anfang bedeutungsloses Handyvideo, sorgte anschliessend für den nötigen Kick und so wurde während einem Konzert am 3. Februar 2018 beschlossen, fortan unter dem Namen SIMON auf zu treten. 

Immer wieder hat die Band jeglichem Widerstand getrotzt und sich fernab dem Mainstream nach vorne gearbeitet. SIMON und die Band LIECHT-BLICK, sind bisher eine unabhängige und feste Grösse in der Schweizer Musikgeschichte.... ob Freund oder Feind jedoch, bleibt jedem selbst vorbehalten. 

Mit dem Alter kommt auch die Reife und so, kann sich die Band heute eine Zusammenarbeit z.B. mit einem grösseren Platten Label vorstellen. 

Diese Autobiographie wird laufend aktualisiert....